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25. September 2009
Potenzial von Cloud Computing bleibt umstritten

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Daten und Anwendungen in einer „Wolke" zu platzieren, auf die - egal ob per Handy, Laptop oder Desktop - immer und überall zugegriffen werden kann, scheint sich zum Hype zu entwickeln. Allerdings gehen die Expertenmeinungen darüber deutlich auseinander: Von „altem Wein in neuen Schläuchen" bis zu „ein Thema, das massive Auswirkungen auf die IT-Landschaft haben wird", reicht die Palette.

 

„Dieser Markt wächst in Österreich jedenfalls derzeit um 30 bis 40 Prozent. Laut Analysten trägt dazu auch die aktuelle Wirtschaftssituation bei", erklärte Gerwald Oberleitner von Microsoft Österreich bei einer Veranstaltung der APA-E-Business-Community (EBC) gestern, Donnerstagabend, in Wien.

 

Außerdem würden sich die Unternehmen zunehmend auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. „Wenn man sich nicht mit dem Thema beschäftigt, wird einen das Thema überrollen", so Oberleitner.

 

Cloud-Plattformen würden die Grundinfrastruktur für Betriebssysteme, Datenbanken und Zugriffskontrollen zur Verfügung stellen. Außerdem könnten Softwareentwickler den Endkunden hier ihre Anwendungen anbieten. „Sie sollten entsprechende Cloud Services gleich mitdenken, um sich neue Kunden und Märkte zu erschließen", riet Oberleitner. Denn lokal entwickelte Applikationen würden maßgeschneiderte und branchenorientierte Lösungen ermöglichen.

 

Microsoft plädiert dabei für Software und Services, „das Beste aus beiden Welten". Viele Anbieter würden ausschließlich auf Online-Services setzen und sich auf die Fahnen heften, ohne Software auszukommen. "Aber das stößt schnell an Grenzen, schließlich steht nicht überall eine Internetverbindung zur Verfügung", gab sich der Microsoft-Manager überzeugt. Am meisten profitieren würden von Cloud Services mittelständische Betriebe mit bis zu 250 Mitarbeitern, da hier die Kosteneffekte am stärksten zum Tragen kämen.

 

Die Rechenzentren müssten dabei nicht unbedingt außerhalb Österreichs Grenzen stehen. Denn Softwaremietmodelle würden es lokalen Anbietern erlauben, sich hier ins Spiel zu bringen. Befürchtungen wie: „Der Server steht sicher in den USA und da liegen dann meine Daten", hält Oberleitner deshalb für ein Vorurteil. Lokale Rechenzentren seien wichtig, da teilweise gesetzliche Vorgaben bestünden, Daten nicht außer Landes zu bringen oder zu speichern.

 

Voraussetzung ist „Vertrauen in die Datenwolke"

Man müsse zwischen Hype und Realität unterscheiden, meinte Gerhard Fröhlich von Capgemini Austria: „Die Frage ist, ob ich das Risiko eingehen kann, meine Kernprozesse komplett in die Cloud auszulagern. Und diese Frage stellen sich die Entscheider." Nur wenn es gelinge, Vertrauen in die „Datenwolke" zu schaffen, sei ein Erfolg absehbar. Für viele spiele es keine Rolle, ob in die Cloud oder zu lokalen Anbietern ausgelagert werde, Tatsache sei: „Ich gebe die Daten einem Dritten."

 

Fröhlich bezeichnete Cloud Computing als „ernstzunehmenden Hype", der „definitiv kommen wird". Zuerst müssten aber noch wichtige Fragen wie Datensicherheit oder gesetzliche Vorgaben geklärt werden. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass die Cloud einmal mehr eine reine Technologiespielerei bleibe, ohne nachhaltige betriebswirtschaftliche und strategische Verbesserungen zu erzielen, und somit wieder verschwinde.

 

Durch eine gemeinsame Nutzung von IT-Ressourcen über das Internet seien sehr wohl Einsparungen zu erzielen, aber nicht jeder Service eigne sich gleich gut, um in eine Cloud ausgelagert zu werden. Der Unterschied zum Outsourcing sei, dass man nicht „ein Rechenzentrum von A nach B schiebe", sondern Services kombiniert und den eigenen Bedürfnissen angepasst werden könnten.

 

Diskussion über Auslagerungen „langweilig"

Von „altem Wein in neuen Schläuchen" und einem „nebulosen Begriff, unter dem jeder etwas anderes versteht", sprach hingegen Harald Lakatha vom Softwareanbieter IT Solution. Cloud Computing sei nichts für Anwendungen von heute. Dafür reiche auch das „alte Thema" Outsourcing. „Es geht darum, neue Dinge zu machen und neue Services zu entwickeln", forderte Lakatha. Die derzeitige Diskussion über Auslagerungen sei „langweilig", das Thema Cloud Computing „noch nicht sexy".

 

Er hält auch die Konzentration von Daten in einem externen Rechenzentrum für ein Problem. „Man weiß, dass die größte Gefahr von innen ausgeht", sagte Lakatha. Mit der Cloud eines Anbieters gebe es einen zentralen Punkt, an dem Attacken angesetzt werden könnten - etwa im Bereich Wirtschaftsspionage.

 

Thema Datenschutz wird „hoch gespielt"

„Wer unter Beobachtung steht, passt vielleicht besser auf Daten auf, als man im eigenen Haus darauf achten würde", entgegnete Christian Plaichner vom Softwarehersteller UC4 Senactive. Außerdem zeige das Beispiel von Online-Bezahlsystemen schon seit Jahren, dass das Thema Datenschutz „hoch gespielt wird".

 

Allerdings seien die IT-Abteilungen sehr vorsichtig, deshalb werde es wohl länger dauern, bis sich das Thema durchsetze. Dann sieht aber auch er „dramatische Veränderungen" auf die Branche zukommen. Es werde „für viele, die jetzt den Kopf in den Sand stecken, noch ein böses Erwachen geben".

 

Von einem „Hype-Thema", das aber „die IT-Landschaft verändern wird", sprach auch Peter Rass von der Telekom Austria. Derzeit würden nur 0,5 Prozent des gesamten IT-Umsatzes in Deutschland auf Software als Dienstleistung entfallen. „Das heißt, wir sind noch in einer frühen Phase. Es gibt derzeit wenig Bereitschaft, Daten auszulagern. Allerdings steigt das Angebot an Services ständig, wodurch die Branche nachhaltig umgekrempelt wird", so Rass.

 

„Evolution der technischen Gegebenheiten"

Getrieben werde das Thema global von Microsoft, Google und Co. Praxisrelevant sei das derzeit aber nur für Unternehmen, die ihre IT ohnehin neu gestalten wollten. Dabei würden vor allem „kostengetriebene Entscheidungen" eine Rolle spielen. Prinzipiell sei Cloud Computing „nichts Brandneues", sondern eine „Evolution der technischen Gegebenheiten", erklärte Rass. Allerdings könnte den Kunden nun angeboten werden, sich im Bereich Infrastruktur und Anwendungen selbst etwas zusammenzustellen - „und das von heute auf morgen".

 

„Wir stehen erst am Anfang. Aber das Thema könnte eine Euphorie auslösen", sagte Oliver Krizek von der Navax Consulting AG. „Allerdings müssen die ITler die Diskussion auf einem Niveau führen, mit dem auch ‘Normalsterbliche‘ etwas anfangen können. Anwender interessiert der Nutzen, und nicht, welche Rechnersysteme eingesetzt werden", so Krizek.

 

Von der „Datenwolke" besonders profitieren könnten Klein- und Mittelbetriebe. „Start-ups mieten sich beispielsweise erst mal was, statt gleich alles zu kaufen. Dass Firmen anders investieren, ist jetzt schon merkbar", stellte Krizek fest. Deshalb könnten Softwareunternehmen, die weiter nur auf Lizenzverkäufe setzen, durchaus Schwierigkeiten bekommen.

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