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Wirtschafts- & Gesellschaftspolitik: Internet gefährdet
Zwischenhändler
Der "Vater" des österreichischen Internet, Peter Rastl, erwartet,
dass Zwischenhändler durch technische Innovationen massiv vom
Aussterben bedroht sind. Unerwartete Entwicklungen, etwa durch neue
Internet-Angebote, bringe auch Verlierer hervor.
Die Gesellschaft solle sich davon aber nicht in Geiselhaft nehmen
lassen, erklärte Peter Rastl, ehemaliger Direktor des Zentralen
Informatikdienstes der Universität Wien, bei einer Veranstaltung der
APA-E-Business-Community.
Man dürfe sich Innovationen nicht in den Weg stellen. Als Beispiel
nannte Rastl die Musikindustrie, "die glaubt auf das Urheberrecht,
das auf den Anfang des 20. Jahrhunderts zurückgeht, pochen zu
können". Betroffen seien aber auch Reisebüros oder Buchhändler.
Generell werde oft versucht, "etwas zu kriminalisieren oder durch
politische Maßnahmen bzw. Lobbying hintanzuhalten". Es sei aber
nicht lösungsorientiert, wenn Lexika-Anbieter Wikipedia oder die
Setzer die Textverarbeitungsprogramme von Microsoft verhindern
hätten können. "Der Kunde wird mündiger und sucht sich den
Lieferanten selber aus", so Rastl.
Allerdings müsste dazu der "digital divide" geschlossen werden.
"Internetkompetenz braucht in Zukunft jeder. Dazu muss es auch
Veränderungen im Bildungswesen geben", forderte der Experte, der für
die Installation einer Standleitung zwischen seiner Arbeitsstätte
und CERN am 10. August 1990 verantwortlich war und damit vor 20
Jahren die Geburtsstunde des heimischen Internets eingeläutet hat.
Der Politik fehle aber möglicherweise der technische Weitblick,
siehe Vorratsdatenspeicherung. "Die Terroristen müssen sich ins
Fäustchen lachen, wenn wir die Grundwerte der Gesellschaft opfern",
sagte Rastl, der enormes Missbrauchspotenzial ortet.
"Der Rohstoff der nächsten Generation heißt Wissen. Die Basis für
dessen Nutzung ist das Internet", gab sich auch Martin Fluch von der
A1 Telekom Austria AG überzeugt. Dienste, die noch vor wenigen
Jahren unvorstellbar waren, würden manchmal binnen weniger Monate
ins Zentrum unseres täglichen Lebens rücken. Beispiele dafür seien
Web 2.0, User Generated Content oder Location Based Services. Große
Erwartungen setzt Fluch auch in Cloud Services, also über das
Internet angebotene Speicher-, Rechen- bzw. Softwareressourcen. "Was
bringt es, Fotos auf der Digitalkamera zu haben, wenn man sie
herzeigen will? Die Zukunft ist, jederzeit auf seine Daten zugreifen
zu können."
......
[/Zitat]
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Katzen Fritz
Wenn Politik eine exakte Wissenschaft ist, bin ich Kaiser von China!
Ein Hoch dem Till Eulenspiegel!
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