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EBC-Newsletter #4/2008: Einladung zum nächsten Event der E-Business-Community
Lebenswelt 2.0: Digitale Identität bestimmt den Alltag
„Führerschein bitte!" - Im „echten Leben" wird der eigenen Identität kaum mehr Beachtung geschenkt, sie ist ja selbstverständlich und leicht nachweisbar. Ganz anders sieht die Situation aus, wenn es um Zugriffs- und Zutrittsrechte im Unternehmen, Online-Communities oder E-Government geht. Denn die digitale Identität hat längst in unser Leben Einzug gehalten. Mitarbeiterkarten öffnen die Türen in die Firma, Berechtigungssysteme definieren die Zugriffsmöglichkeiten auf bestimmte Daten und die E-Card legitimiert uns beim Arzt. Außerdem werden wir anhand von Blogs, der E-Mailadresse oder der elektronischen Unterschrift im Kontakt mit öffentlichen Institutionen identifiziert. Dennoch werden die Risiken vernachlässigt: Ob der per E-Mail verschickte Kaufvertrag tatsächlich vom Geschäftspartner stammt oder doch gelesen und verfälscht wurde, bereitet den wenigsten Usern Kopfzerbrechen. Persönliche Informationen werden gerade durch aktuelle Trends wie Web 2.0 leichter zugänglich. Und auch unsichere Kommunikation, Phishing oder ausgeklügelte Keylogger-Programme stellen beim Spiel mit der eigenen Identität in der virtuellen Welt eine zunehmende Bedrohung dar. Aber wer steckt wirklich hinter einem bestimmten Avatar? Wie anonym ist das Internet und welche Vorteile bringen digitale Instrumente wie die Bürgerkarte in der „echten Welt"? Ist die derzeitige Art der Anmeldung bei Online-Services der Weisheit letzter Schluss? Und wie können Akzeptanz und Nutzungsraten von innovativen Tools erhöht werden? Diese Themen diskutieren Experten am 28. Februar im Wiener Haus der Musik. Es diskutieren: Christian Rupp (Bundeskanzleramt), Hartmut Gailer (SER), Georg Krause (Deloitte Consulting), Gerhard Laga (WKO), Harald Lakatha (IT Solution), Herbert Tischler (Telekom Austria), Martin Wagner (ANECON) und Ralph Zeller (Microsoft). Datum: Donnerstag, 28. Februar 2008 Ort: Haus der Musik, Dachgeschoß 1010 Wien Seilerstätte 30 Happy Hour: ab 18.30 Uhr Podiumsdiskussion: 19.30 - 21.00 Uhr, Vortragssaal Bitte um Anmeldung unter ebc@apa.at

Mobilfunk-Branche entdeckt den Verbraucher
Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo demonstriert persönlich, wie seine Handys künftig Fußgänger durch die Städte lotsen sollen. LG wirbt damit, wie einfach man auf den neuen Mobiltelefonen den Wecker stellen kann. Und Konkurrent HTC schwört darauf, sich bei künftigen Bedienungskonzepten an den intuitiven Bewegungen von Babys zu orientieren. Die Mobilfunk-Branche hat nach Jahren des technologischen Wettrüstens den Menschen entdeckt, der ihre Handys in der Hand hält - so lautet eine Bilanz des diesjährigen „Mobile World Congress" in Barcelona. Nicht dass Technologie zu kurz gekommen wäre in den vier Tagen auf dem Messegelände der spanischen Metropole. Es ging um noch schnellere Mobilfunknetze, die heutige Breitband-Leitungen in den Schatten stellen, um Bauteile, die kleiner, effizienter und stromsparender sind, um Margen, Marktanteile und andere nüchterne Zahlen. Doch unübersehbar war, dass sich als neues Geschäftsmodell Kundenzufriedenheit in den Vordergrund drängt. Die Branche hat es bitter nötig. Dutzende Milliarden hat sie in den Aufbau der schnellen Mobilfunk-Netze investiert. Jedes Jahr wurde erneut beschworen, jetzt gehe es endlich los mit dem mobilen Internet als Massenmarkt. Nur die Kunden nutzen ihre Handys nach wie vor fürs gewohnte Telefonieren, und das zu rapide sinkenden Minutenpreisen - und sie schicken fleißig SMS. Selbst in Europa machen Umsätze mit Datendiensten nur ein Fünftel der Gesamterlöse der Mobilfunker aus - und davon entfällt auch noch ein großer Teil auf Kurznachrichten. Führend beim mobilen Internet ist Österreich. So abgedroschen es klingt: Das iPhone von Apple ist Symbol und Katalysator für den Wandel der Industrie, obwohl von ihm gerade einmal vier Millionen Geräte verkauft wurden - ein winziger Teil der 2007 abgesetzten 1,14 Milliarden Handys. Die Steuerung über den berührungsempfindlichen Bildschirm ist zum Vorbild für Bedienungsfreundlichkeit geworden. Und die Daten-Flatrate, die zum iPhone-Vertrag gehört, verleitet dazu, tatsächlich das Internet unterwegs zu nutzen. Das iPhone zeige den Kunden, "dass das mobile Internet Realität ist", sagte T-Mobile-Chef Hamid Akhavan in Barcelona. Er hatte zuvor angekündigt, das iPhone in der ersten Jahreshälfte auch nach Österreich zu bringen. In den kommenden Monaten werden immer mehr Hersteller in die Fußstapfen von Apple treten, wie auf dem Mobile World Congress zu erkennen war. Und ein neuer mächtiger Spieler kommt noch hinzu: Bis Ende des Jahres werden erste Telefone mit dem von Google angestoßenen Betriebssystem Android erwartet. Sie sollen besonders auf Internet-Dienste ausgerichtet sein. In Barcelona waren erste Prototypen zu sehen. Ein zentrales Mitglied der Android-Allianz ist der Handy-Hersteller HTC, dessen Modell Touch sich ähnlich innovativ wie das iPhone bedienen lässt.

Web 2.0-Nutzer bekommen mehr Macht
Der Trend zu Web 2.0 und "sozialen Netzwerken" führt zu einem Kontrollverlust der Unternehmen. "Durch den massiven Protest der Mitglieder des Online-Portals Facebook und der Studenten-Plattform StudiVZ mussten die Betreiber die geplante stärkere Vermarktung wieder abblasen. Das zeigt, dass Web-2.0-Gemeinschaften ihre eigenen Regeln entwickeln, die gewisse Grenzen setzen", erklärte Georg Krause von der Beratungsgesellschaft Deloitte & Touche gegenüber der APA. Diese Entwicklung lasse sich auch an Ankündigungen von Nutzern des Internet-Fotoportals Flickr ablesen, die online gestellten Bilder wieder zu löschen, sollte der an Flickr beteiligte Konzern Yahoo! von Microsoft übernommen werden. "Die Macht der User wächst", so Krause. Auch die heimischen Unternehmen würden sich zu wenig mit dem Thema beschäftigen. Von den zehn beliebtesten Webseiten Österreichs könnten bereits fünf der Web-2.0-Welt zugerechnet werden. "Die Kunden sind schon dort und tauschen sich über Produkte und Dienstleistungen aus", ist der Berater überzeugt. Viele Firmen würden ihre digitale Reputation vernachlässigen und damit ein beachtliches Risiko eingehen. "Die User glauben anderen Usern mehr als den Unternehmen. Deshalb ist es keine leichte Aufgabe, die jetzt geltenden Prinzipien zu berücksichtigen oder gar zu nutzen", sagte Krause. Mögliche Chancen sieht der Experte darin, Marketingmaßnahmen und Kundenbindung zu verbessern, die Innovationsfähigkeit zu erhöhen und rascher auf Kundenwünsche reagieren zu können.

Start-up ermöglicht Spendenwerbung per E-Mail
Nach dem Einstieg bei der Online-Welt Papermint, dem Handyspiel-Anbieter Xendex und der Personensuchmaschine 123people.com hat sich der vom Österreicher Markus Wagner gegründete Inkubator i5invest nun auch am neuen Internet-Portal "email charity" beteiligt. Ziel ist es, Spendenorganisationen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, indem Internet-User Werbung in ihre persönliche E-Mail-Signatur integrieren. Eingebettet in die täglich verschickten elektronischen Nachrichten könne damit eine Charity-Initiative eigener Wahl unterstützt werden. Zum Start nutzen laut den Angaben Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen, Licht ins Dunkel, Licht für die Welt, Caritas oder die Roten Nasen das neue Angebot. "Uns geht es dabei um den sozialen Aspekt. Mittelfristig soll sich das Projekt zwar selbst tragen, es ist aber nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet", erklärte Sebastian Philipp, Geschäftsführer der email charity GmbH, im Gespräch mit der APA. Diskutiert würden derzeit Kooperationen mit Firmen, die einen Beitrag zur Kostendeckung leisten könnten. In Kürze will das Unternehmen in Deutschland starten, noch im Frühjahr soll der Markteintritt in den USA folgen, so Philipp. Für Österreich peilt "email charity" im ersten Jahr mehr als 50.000 registrierte Nutzer an. "Ein wichtiger Aspekt dabei ist das virale Marketing. Die Unterstützer werden künftig nachvollziehen können, welche Früchte ihr Engagement trägt", kündigte der Geschäftsführer neue Funktionen an. Investiert worden seien bisher rund 150.000 Euro. Und so funktioniert es: Der Internet-Nutzer wählt auf der Website (http://www.emailcharity.com) eine Kampagne aus, erstellt die entsprechende Signatur und fügt sie in sein Mail-Programm ein. Neben den persönlichen Daten enthält nun jede versendete Nachricht des Unterstützers ein Hinweis-Banner auf das gewählte Projekt. Indem der User seinen guten Ruf einsetzt, um eine Wohltätigkeits-Initiative zu bewerben, soll ein Schneeball-Effekt ausgelöst werden.

IT wird "vom Umweltsünder zum Klimaretter"
Informationstechnologie (IT) ist weltweit für den Ausstoß von rund 600 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr verantwortlich und belastet die Umwelt damit gleich schwer wie 320 Mio. Kleinwagen, ergibt eine aktuelle Studie von A.T. Kearney. Die Branche könnte sich aber "vom Umweltsünder zum Klimaretter" entwickeln, wenn die IT nicht nur selbst energieeffizienter werde, sondern auch Innovationen im Kerngeschäft der Unternehmen durch entsprechende Technologien unterstütze, sind die Managementberater überzeugt. "Die Rechenzentren aufzuräumen ist vernünftig, aber in anderen Bereichen sind noch deutlich höhere Einsparungen möglich", erklärte Marcus Eul, Partner bei A.T. Kearney, im Gespräch mit der APA. Nun sei die IT-Industrie gefordert, mit innovativen Konzepten zur Senkung des Energieverbrauchs im gesamten Konzern beizutragen. "Da durchschnittlich mehr als 97 Prozent der CO2-Emission eines Unternehmens durch das Kerngeschäft verursacht werden, haben entsprechende Maßnahmen in diesem Bereich auch eine sehr viel höhere Wirkung, als wenn man nur die IT betrachten würde, die für drei Prozent der Emissionen steht", so Eul. Finanzdienstleister sollten Online-Banking weiter forcieren, um den Papierverbrauch zu reduzieren. Für Autohersteller lohne sich computerunterstütztes Design sowie Simulation in der Produktion. "Und ein Stahlhersteller könnte beispielsweise durch Videokonferenzen das Reiseaufkommen in seinem Unternehmen reduzieren", sagte der Berater. Der Handel müsste durch effektive Steuerung der Filial- und Zentrallagerbelieferung sowie die lokale Beschaffung seinen Beitrag leisten. Bei der IT selbst sei eine Halbierung des CO2-Ausstoßes möglich, wenn bereits bekannte Energiesparkonzepte - etwa die Reduktion der Serverzahl, effiziente Kühllösungen oder das Auslagern von Hardware - konsequent umgesetzt würden. Wichtigster Treiber für den rasanten Anstieg des Stromverbrauchs in Rechenzentren sei die zunehmende Nutzung internetbasierter Dienste mit jährlichen Wachstumsraten von 34 Prozent.

IT-Förderprogramm soll Älteren Leben daheim erleichtern
Per Fernseher Kontakt mit dem Arzt aufnehmen, den Roboter die Hausarbeit erledigen lassen oder soziale Netzwerke nutzen, um drohende Isolation zu vermeiden: Ein vom Infrastrukturministerium (BMVIT) initiiertes Programm namens "benefit" soll älteren Personen die Vorteile von innovativen Anwendungen aus dem Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zugänglich machen und Unterstützung im Alltag und bei der Lebensraumgestaltung bieten. Nach dem Start eines Calls für Begleitmaßnahmen im November 2007 werde noch im ersten Quartal 2008 zur Einreichung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten aufgerufen, die auf die Steigerung der Lebensqualität älterer Menschen in den eigenen vier Wänden abzielen. Eine zweite Ausschreibung soll im Sommer folgen. "Das Ziel ist, dass Ältere möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können", wie Forschungsstaatssekretärin Christa Kranzl (S) erklärte. In den Jahren 2007 und 2008 stelle das Ministerium insgesamt fünf Millionen Euro zur Verfügung. Als Programmabwickler fungiert die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Angesprochen werden mit "benefit" heimische Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen wie Caritas oder Volkshilfe. Für diese Zielgruppen würden sich enorme Chancen bieten. "Schließlich wartet da ein europäischer Markt auf uns", gab sich die Forschungsstaatssekretärin überzeugt. Besonders stark sei Österreich bei Basistechnologien wie eingebetteten, drahtlosen Systemen, am Smart-Home-Sektor oder bei Health-Monitoring.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen. Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind: - ANECON Software Design und Beratung GmbH www.anecon.com - Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com - diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc - DIMOCO Direct Mobile Communications GmbH www.dimoco.at - DMVÖ Dialog Marketing Verband Österreich www.dmvoe.at - economyaustria economyaustria.at - Gentics Software GmbH www.gentics.com - Hewlett Packard www.hp.com/at - IT Solution GmbH www.itsolution.at - Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net - Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria - NAVAX Consulting AG www.navax.at - NextiraOne www.nextiraone.at - SER Solutions Österreich GmbH www.ser.at - Telekom Austria www.telekom.at - Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at - APA-MultiMedia multimedia.apa.at
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