19. September 2014, 14:40
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18. September 2014, 14:17
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17. September 2014, 14:02
Netflix nun auch in Österreich verfügbar
Geht es nach den Betreibern, so hat die "Zukunft des Fernsehens" nun auch Österreich erreicht. Seit kurzem ist der Online-Videodienst ...
EBC-Newsletter #19/2009
Potenzial von Cloud Computing bleibt umstritten
Foto: APA/Thomas Preiss - Bei einer Veranstaltung der APA-E-Business-Community beleuchteten Experten Chancen und Risiken von Cloud Computing. Es diskutierten (v.l.n.r.): Christian Plaichner (UC4 Senactive), Peter Rass (Telekom Austria), Gerwald Oberleitner (Microsoft Österreich), Harald Lakatha (IT Solution), Oliver Krizek (NAVAX Consulting AG), Thomas Stern (Moderator/Braintrust) und Gerhard Fröhlich (Capgemini Austria).

Daten und Anwendungen in einer "Wolke" zu platzieren, auf die - egal ob per Handy, Laptop oder Desktop - immer und überall zugegriffen werden kann, scheint sich zum Hype zu entwickeln. Allerdings gehen die Expertenmeinungen darüber deutlich auseinander: Von "altem Wein in neuen Schläuchen" bis zu "ein Thema, das massive Auswirkungen auf die IT-Landschaft haben wird", reicht die Palette.

 

"Dieser Markt wächst in Österreich jedenfalls derzeit um 30 bis 40 Prozent. Laut Analysten trägt dazu auch die aktuelle Wirtschaftssituation bei", erklärte Gerwald Oberleitner von Microsoft Österreich bei einer Veranstaltung der APA-E-Business-Community (EBC) in Wien. Außerdem würden sich die Unternehmen zunehmend auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. "Wenn man sich nicht mit dem Thema beschäftigt, wird einen das Thema überrollen", so Oberleitner.

 

Cloud-Plattformen würden die Grundinfrastruktur für Betriebssysteme, Datenbanken und Zugriffskontrollen zur Verfügung stellen. Außerdem könnten Softwareentwickler den Endkunden hier ihre Anwendungen anbieten. "Sie sollten entsprechende Cloud Services gleich mitdenken, um sich neue Kunden und Märkte zu erschließen", riet Oberleitner. Denn lokal entwickelte Applikationen würden maßgeschneiderte und branchenorientierte Lösungen ermöglichen.

 

Microsoft plädiert dabei für Software und Services, "das Beste aus beiden Welten". Viele Anbieter würden ausschließlich auf Online-Services setzen und sich auf die Fahnen heften, ohne Software auszukommen. "Aber das stößt schnell an Grenzen, schließlich steht nicht überall eine Internetverbindung zur Verfügung", gab sich der Microsoft-Manager überzeugt. Am meisten profitieren würden von Cloud Services mittelständische Betriebe mit bis zu 250 Mitarbeitern, da hier die Kosteneffekte am stärksten zum Tragen kämen.

 

Die Rechenzentren müssten dabei nicht unbedingt außerhalb Österreichs Grenzen stehen. Denn Softwaremietmodelle würden es lokalen Anbietern erlauben, sich hier ins Spiel zu bringen. Befürchtungen wie: "Der Server steht sicher in den USA und da liegen dann meine Daten", hält Oberleitner deshalb für ein Vorurteil. Lokale Rechenzentren seien wichtig, da teilweise gesetzliche Vorgaben bestünden, Daten nicht außer Landes zu bringen oder zu speichern.

 

Voraussetzung ist "Vertrauen in die Datenwolke"

Man müsse zwischen Hype und Realität unterscheiden, meinte Gerhard Fröhlich von Capgemini Austria: "Die Frage ist, ob ich das Risiko eingehen kann, meine Kernprozesse komplett in die Cloud auszulagern. Und diese Frage stellen sich die Entscheider." Nur wenn es gelinge, Vertrauen in die "Datenwolke" zu schaffen, sei ein Erfolg absehbar. Für viele spiele es keine Rolle, ob in die Cloud oder zu lokalen Anbietern ausgelagert werde, Tatsache sei: "Ich gebe die Daten einem Dritten."

 

Fröhlich bezeichnete Cloud Computing als "ernstzunehmenden Hype", der "definitiv kommen wird". Zuerst müssten aber noch wichtige Fragen wie Datensicherheit oder gesetzliche Vorgaben geklärt werden. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass die Cloud einmal mehr eine reine Technologiespielerei bleibe, ohne nachhaltige betriebswirtschaftliche und strategische Verbesserungen zu erzielen, und somit wieder verschwinde.

 

Durch eine gemeinsame Nutzung von IT-Ressourcen über das Internet seien sehr wohl Einsparungen zu erzielen, aber nicht jeder Service eigne sich gleich gut, um in eine Cloud ausgelagert zu werden. Der Unterschied zum Outsourcing sei, dass man nicht "ein Rechenzentrum von A nach B schiebe", sondern Services kombiniert und den eigenen Bedürfnissen angepasst werden könnten.

 

Diskussion über Auslagerungen "langweilig"

Von "altem Wein in neuen Schläuchen" und einem "nebulosen Begriff, unter dem jeder etwas anderes versteht", sprach hingegen Harald Lakatha vom Softwareanbieter IT Solution. Cloud Computing sei nichts für Anwendungen von heute. Dafür reiche auch das "alte Thema" Outsourcing. "Es geht darum, neue Dinge zu machen und neue Services zu entwickeln", forderte Lakatha. Die derzeitige Diskussion über Auslagerungen sei "langweilig", das Thema Cloud Computing "noch nicht sexy".

 

Er hält auch die Konzentration von Daten in einem externen Rechenzentrum für ein Problem. "Man weiß, dass die größte Gefahr von innen ausgeht", sagte Lakatha. Mit der Cloud eines Anbieters gebe es einen zentralen Punkt, an dem Attacken angesetzt werden könnten - etwa im Bereich Wirtschaftsspionage.

 

Thema Datenschutz wird "hoch gespielt"

"Wer unter Beobachtung steht, passt vielleicht besser auf Daten auf, als man im eigenen Haus darauf achten würde", entgegnete Christian Plaichner vom Softwarehersteller UC4 Senactive. Außerdem zeige das Beispiel von Online-Bezahlsystemen schon seit Jahren, dass das Thema Datenschutz "hoch gespielt wird".

 

Allerdings seien die IT-Abteilungen sehr vorsichtig, deshalb werde es wohl länger dauern, bis sich das Thema durchsetze. Dann sieht aber auch er "dramatische Veränderungen" auf die Branche zukommen. Es werde "für viele, die jetzt den Kopf in den Sand stecken, noch ein böses Erwachen geben".

 

Von einem "Hype-Thema", das aber "die IT-Landschaft verändern wird", sprach auch Peter Rass von der Telekom Austria. Derzeit würden nur 0,5 Prozent des gesamten IT-Umsatzes in Deutschland auf Software als Dienstleistung entfallen. "Das heißt, wir sind noch in einer frühen Phase. Es gibt derzeit wenig Bereitschaft, Daten auszulagern. Allerdings steigt das Angebot an Services ständig, wodurch die Branche nachhaltig umgekrempelt wird", so Rass.

 

"Evolution der technischen Gegebenheiten"

Getrieben werde das Thema global von Microsoft, Google und Co. Praxisrelevant sei das derzeit aber nur für Unternehmen, die ihre IT ohnehin neu gestalten wollten. Dabei würden vor allem "kostengetriebene Entscheidungen" eine Rolle spielen. Prinzipiell sei Cloud Computing "nichts Brandneues", sondern eine "Evolution der technischen Gegebenheiten", erklärte Rass. Allerdings könnte den Kunden nun angeboten werden, sich im Bereich Infrastruktur und Anwendungen selbst etwas zusammenzustellen - "und das von heute auf morgen".

 

"Wir stehen erst am Anfang. Aber das Thema könnte eine Euphorie auslösen", sagte Oliver Krizek von der Navax Consulting AG. "Allerdings müssen die ITler die Diskussion auf einem Niveau führen, mit dem auch 'Normalsterbliche' etwas anfangen können. Anwender interessiert der Nutzen, und nicht, welche Rechnersysteme eingesetzt werden", so Krizek.

 

Von der "Datenwolke" besonders profitieren könnten Klein- und Mittelbetriebe. "Start-ups mieten sich beispielsweise erst mal was, statt gleich alles zu kaufen. Dass Firmen anders investieren, ist jetzt schon merkbar", stellte Krizek fest. Deshalb könnten Softwareunternehmen, die weiter nur auf Lizenzverkäufe setzen, durchaus Schwierigkeiten bekommen.

 

SERVICE: Fotos des Events sind hier abrufbar.

IKT-Branche fordert massive Bildungsoffensive
Foto: APA/cip - Unternehmensvertreter kritisieren mangelndes Engagement

Österreichs IT- und Telekombranche zeichnet ein düsteres Bild für den heimischen Wirtschaftsstandort, sollte nicht rasch und massiv in Aus- und Weiterbildung investiert werden. Gerade in Südosteuropa passiere hier viel mehr. Rund 3.000 hochqualifizierte Jobs könnten derzeit nicht nachbesetzt werden, wodurch dem Staat pro Jahr und offener Stelle 109.000 Euro an Wertschöpfung entgingen.

 

Von den elf Top-Unternehmern, die ihre IKT-Offensive kürzlich vor Journalisten präsentierten, suchen rund 80 Prozent Mitarbeiter. Die gesamte heimische IKT-Branche umfasst 15.000 Firmen mit ca. 170.000 Mitarbeitern. "Jeder 20. Beschäftigte ist ein IT-Fuzzy", rechnete Raiffeisen-Informatik-Boss Wilfried Pruschak vor. Keine andere Branche habe soviel zum Jobwachstum beigetragen wie der IKT-Sektor.

 

Und jeder Euro, der in der Branche investiert werde, schaffe das Siebenfache an Wertschöpfung, ergänzte Microsoft-Österreich-Chefin Petra Jenner. Wobei die Unternehmensvertreter daran erinnerten, dass IKT mehr sei als "Internet und Glasfaser". Ein Breitbandausbau in Österreich sei sehr wichtig, aber man dürfe nicht nur an die Autobahnen denken, sondern müsse auch die Autos - sprich die Anwendungen - im Auge behalten, mahnte der Geschäftsführer von Siemens IT Solutions, Albert Felbauer, ein.

 

Einmal mehr forderten die Branchenbosse einen "IKT-Masterplan" ein. Sie verwiesen darauf, dass sich Österreich im weltweiten Vergleich der IT-Konkurrenzfähigkeit auf Rang 22 befinde, hier wäre mehr Ehrgeiz gefragt. Nur 13 Prozent aller Studienanfänger in Österreich würden sich für technische Berufe interessieren, und von denen nur 20 Prozent für den Bereich Informatik, gab T-Systems-Österreich-Chef Georg Obermeier zu bedenken. Fujitsu-Boss Wolfgang Horak, der von Österreich aus auch für die Region Südosteuropa zuständig ist, lobte die Bildungsanstrengungen unserer Nachbarn, hier müsse Österreich "viel mehr tun".

Heimischer Investor startet Gutschein-Portal
Foto: APA/i5invest/Martin Fuchs - Wagner stellt Know-how und Kapital zur Verfügung

Sparen ist in Zeiten der Wirtschaftskrise besonders angesagt. Genau der richtige Zeitpunkt, um die Konsumenten mit Gutscheinen und Rabattcodes zu versorgen, sind die Manager des neuen Wiener Internet-Startups "DealHamster" überzeugt. Vom Start weg sind Coupons für knapp drei Millionen Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung gestanden, erklärte Markus Wagner, Gründer des österreichischen Inkubators i5invest, im Gespräch mit den APA-OnlineJournalen. Damit sei man die "größte Gutschein-Seite im Internet".

 

"Bis man in Blogs, Foren oder auf anderen Internetseiten Coupons findet, dauert es ewig. Deshalb haben wir sie strukturiert und auf einer Plattform zusammengeführt", so Wagner. Bisher seien rund 300.000 Euro in das Projekt investiert worden, in 18 Monaten will man die Gewinnschwelle überspringen. Dafür wären rund 4.000 Benutzer pro Tag notwendig, die sich einen Gutschein ausdrucken oder Rabattcodes in einem Online-Shop einlösen.

 

Um die Suche nach Angeboten in der Umgebung zu ermöglichen, seien die Gutscheine mit Geo-Daten versehen. Außerdem erleichtere der Einsatz von semantischen Technologien die kontextbezogene Abfrage, wodurch beispielsweise auch Schnäppchen anderer Marken gefunden oder bei der Suche nach Reiseführern auch gleich Reisegutscheine angeboten werden könnten. Integrieren will man künftig außerdem Kundenrezensionen, Bedienungsanleitungen und Video-Trailer, die aus diversen Online-Quellen "eingesammelt" werden.

 

"DealHamster" speist sich laut Wagner aus drei Quellen: Erstens werde das Internet von Computerprogrammen automatisch nach Rabatten durchforstet, wobei man hier auf die Erfahrung der Personensuchmaschine "123people" - eine weitere i5invest-Beteiligung - zurückgegriffen habe. Zweitens könnten Privatpersonen oder Shop-Betreiber selbst Gutscheine gratis einstellen und dadurch Promotionskosten sparen. Und drittens gebe es Kooperationen mit Medienpartnern, um bereits existierende Werbefelder besser zu vermarkten.

 

Das Geschäftsmodell basiere vor allem auf der klassischen Verkaufsvermittlung über das Internet - also Provisionen für Klicks beziehungsweise Kaufabschlüsse. "Bei rund 80 Prozent der Gutscheine verdienen wir schon mit, die Provisionen betragen durchschnittlich zwischen drei und sechs Prozent des erzielten Umsatzes", so der Unternehmer.

 

Wagner war Miteigentümer des österreichischen Mehrwertdiensteanbieters 3united, der vor rund dreieinhalb Jahren um 55 Mio. Euro an den US-Telekomkonzern VeriSign verkauft wurde. Rund acht Mio. Euro davon lukrierte der heute 31-Jährige. Anschließend gründete er den Inkubator i5invest mit Sitz in Wien, Salzburg und New York, der vor allem in Web-2.0-Projekte investiert.

Preise für Multimedia-Blog und Video Explorer vergeben
Foto: APA/OTS/Thomas Preiss - Die Preisträger erhalten jeweils 2.500 Euro

Bei den erstmals vergebenen Innovationspreisen der "APA-IT-Challenge" wurde Klaus Schöffmann in der Kategorie "Academia" mit seinem Projekt "Video Explorer" ausgezeichnet. In der Kategorie "Start-ups" setzten sich Christopher Clay und Lukas Fittl mit ihrem Multimedia-Blog "Soup.io" gegen die Mitbewerber durch. Die von der IT-Tochter der APA - Austria Presse Agentur ausgelobten Preise sind mit jeweils 2.500 Euro dotiert.

 

Schöffmanns "Video Explorer" macht es möglich, innerhalb von Videos interaktiv zu navigieren sowie automatische Suchabfragen nach ähnlichem Inhalt innerhalb eines Bandes durchzuführen. Die Website "Soup.io" ist eine Publishing-Plattform, auf der Nutzer multimediale Inhalte auf vielfältige Weise sammeln, veröffentlichen, teilen und weiterverbreiten sowie auf einer personalisierbaren Seite präsentieren können. Laut APA-IT-Geschäftsführer Gerald Klima zeigen die eingereichten IT-Lösungen "beachtliche Innovationskraft".

 

Bewertet wurden die Einreichungen von einer Fachjury, gewertet wurde u.a. der Innovationsgrad, technologische Umsetzung und wirtschaftliche Umsetzbarkeit. Der Innovationspreis der APA-IT für Start-up-Unternehmen und Studierende soll im nächsten Jahr weitergeführt werden.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- economyaustria economyaustria.at

- Hewlett-Packard www.hp.com/at

- IT Solution GmbH www.itsolution.at

- Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net

- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria

- NAVAX Consulting AG www.navax.at

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- seeyou 3.0 www.seeyou.at  

- Telekom Austria www.telekom.at

- UC4 Senactive www.senactive.com 

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at  

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

25. September 2014
22. August 2014
App-Entwickler und Data Scientists: Auf der Spur der IT-Jobs von morgen