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EBC-Newsletter #10/2008: Einladung zum nächsten Event der E-Business-Community
Handy-TV: "Mäusekino" oder neuer Treiber für das mobile Geschäft?

 

Die österreichischen Handynetzbetreiber und Contentanbieter, aber auch die Werbebranche, setzen große Hoffnungen in mobiles Fernsehen. Noch vor der EURO 2008 soll der Regelbetrieb aufgenommen werden. Während das Interesse an mobilen Entertainment-Angeboten wie Klingeltönen, Logos oder Spielen auf bestimmte, zumeist jüngere Nutzergruppen beschränkt ist, wird für Handy-TV mit einer wesentlich breiteren Akzeptanz gerechnet. Aber es gibt auch Stolpersteine.

 

Wie gut sind Übertragungsqualität und Endgeräte? Wer wird dafür wie viel bezahlen? Welche Inhalte sind gefragt? Wann schafft Werbung den Sprung auf das Mobiltelefon? Wie könnten für alle Seiten lukrative Geschäftsmodelle aussehen? Und wer profitiert davon am meisten? Darüber diskutieren Experten im Rahmen der APA-E-Business-Community am Donnerstag, 29. Mai in Wien.

 

Es diskutieren: Otto Petrovic (Evolaris), Marcus Hebein (APA-MultiMedia), Andreas Martin (Hutchison 3G/DMVÖ) und Christian Nemeth (ONE).

 

Datum: Donnerstag, 29. Mai 2008
Ort: Haus der Musik, Dachgeschoß
1010 Wien
Seilerstätte 30
Happy Hour: ab 18.30 Uhr
Podiumsdiskussion: 19.30 - 21.00 Uhr, Vortragssaal

 

Bitte um Anmeldung unter ebc@apa.at

Internet bildet Brücke zur Markenwelt
APA/dpa - Käufer von morgen wachsen mit dem Internet auf Die Konsumenten von morgen haben ein breites Feld an unerfüllten Sehnsüchten und analysieren Produkte und Marken sehr genau bevor sie zugreifen. Wenn Marken allerdings keinen Mehrwert liefern, greifen die künftigen Kunden eher zur billigeren Ware. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Trend-Studie der Werbeagentur Draftfcb Kobza, die gemeinsam mit der Karmasin-Motivforschung durchgeführt worden ist.

 

Für Marketer und Werber sei dies ein klarer Auftrag, so Motivforscherin Sophie Karmasin. Marken müssten viel mehr als Lust und Prestige versprechen - Sinn, Erfolg und Orientierung seien die Themen der Zukunft. Die potenziellen Kunden dürfen allerdings auf keinen Fall in einen Topf geworfen werden: Verschiedenen Konsumtrends stehen verschiedene Jugendgruppen gegenüber, die sich in ihrem Konsum- und Markenverhalten sehr deutlich voneinander unterscheiden, so Karmasin.

 

Besonders die Empfehlung von Freunden hat bei der Kaufentscheidung eine hohe Bedeutung. Bereits jeder Dritte unterhalte sich mit Freunden häufig über Marken. Außerdem spiele das Internet eine wesentliche Rolle bei der Kaufentscheidung. 91 Prozent der 515 befragten Jugendlichen nutzen das Web bevor sie ihre Wahl treffen. Das WWW sei ein "ständiger Begleiter und Ratgeber". Dennoch stehe Werbung im TV bei den Kunden von morgen an erster Stelle, danach folge das Internet. Die Käufer wollen eine "Multi Channel Ansprache" - ein integrierter Kampagnenauftritt sei daher Pflicht, ergibt die Studie.

 

Um wirklich zu wissen, was die künftigen Kunden über Marken denken, sollten Online-Rezensionen beobachtet werden, so Alice Nilsson von Draftfcb Kobza. 63 Prozent der Befragten würden Web-2.0-Anwendungen wie Blogs, Facebook oder YouTube nützen. Neben dem Internet wird der Alltag der zukünftigen Konsumgeneration von Handy, Fernsehen und Gratiszeitungen dominiert. 86 Prozent der jungen Verbraucher nutzen zumindest einmal täglich das Internet, 71 Prozent sitzen einmal pro Tag vor dem Fernseher, während lediglich 38 Prozent täglich eine Tageszeitung in die Hand nehmen. Dabei dominieren vor allem Gratiszeitungen.

 

Data Mining als Goldgrube für die Wirtschaft
APA/dpa - Eine "neue Dimension der Marktforschung" Das Herausfiltern und Verknüpfen von Informationen aus großen Datenbeständen, um mehr über die eigene Klientel zu erfahren, weckt im Allgemeinen Unbehagen und birgt Konfliktpotenzial. Der Wirtschaft offenbart sich jedoch durch die Analysemethoden des "Data Mining" ein neues Marketinginstrument. Ohne seine Anwendung "lassen die Unternehmen Geld liegen", meinte Marcus Hudec vom Wiener E-Commerce Competence Center (EC3) anlässlich einer Data-Mining-Konferenz.

 

Das Schürfen von Daten aus großen Beständen mittels dafür konfigurierter Software ist längst nicht mehr nur die Domäne der Sicherheitsbehörden zur Terrorbekämpfung. Von Versicherern und Banken über Telekomunternehmen bis hin zum Handel nutzen die Unternehmer die gesammelten Daten für Kunden- und Marktanalysen. "Ein Mobilfunkanbieter will wissen, welche Kunden tendenziell zu welchem Mitbewerber wechseln und aus welchem Grund", berichtete EC3-Forscher Roland Kurzawa über ein Beispiel aus der Praxis.

 

Aus den demografischen Merkmalen wie etwa Alter und Geschlecht sowie dem Kundenverhalten beim Telefonieren können mittels Data Mining bestimmte Verhaltensmuster ermittelt werden. Weiß man, welche Kundengruppe tendenziell zu einem Konkurrenten wechselt, kann der Anbieter gezielt mit Werbemaßnahmen gegensteuern. Banken wiederum nutzen die Daten, um zu erkennen, welche Kunden bei der Vergabe eines Kredits in Zukunft zahlungsbereit sein werden.

 

Die Unternehmen würden außerdem versuchen, die Konsumenten stärker in den Planungs- und Entscheidungsprozess zu integrieren. "Wenn ein Kunde im Call Center anruft und sich beschwert, ist er abwanderungsgefährdet. Diese Information kommt aber vielleicht gar nicht zu der Marketing-Abteilung, sondern versickert irgendwo." Data Mining sei ein Versuch, wieder individueller auf den Kunden einzugehen und auf entsprechende Notwendigkeiten der Klientel zu reagieren.

 

Zeitplan für elektronische Gesundheitsakte steht
APA-WebPic - Ärzte wurden "intensivst" in die Planung eingebunden ELGA, die „elektronische Gesundheitsakte", soll nun bald zum Alltag gehören: Am 4. Juli will die betreffende Arbeitsgemeinschaft der Bundesgesundheitskommission ein Planungspaket vorlegen, berichtete Clemens Auer, Leiter der Sektion 1 im Gesundheitsministerium, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem niederösterreichischen Patientenanwalt Gerald Bachinger. Ab Herbst 2008 soll dann eine Basisinfrastruktur geschaffen werden.

 

"Die Kernelemente werden ein eindeutiges Identifikationssystem der Patienten und Dienstleister sein, ein Register, das sagt, wo welche Information liegt und eine Art Rollenheft, wer was unter welchen Bedingungen darf", so Auer. Man werde auch ein öffentliches Gesundheitsportal errichten, das dem Bürger Zugang zu den eigenen Daten und zu allgemeinen evidenzbasierten Informationen z. B. über Dienstleister oder Medikamente bieten soll. Außerdem könne es weitere Applikationen wie z. B. elektronisch verfügbare Impf- oder Mutter-Kind-Pässe geben. "Hier ist die Fantasie grenzenlos", meinte der Sektionsleiter.

 

Die Errichtung der Basiselemente soll laut Auer bis 2012 abgeschlossen sein, das Portal könnte ab 2009 zur Verfügung stehen. Eine elektronische Medikamentendatenbank werde es ab 2010 geben. Man habe die Ärzte "intensivst" in die Planung eingebunden, nach Ansicht Auers hätten sie "Frieden mit dem Projekt" gemacht. Zu den Kosten wollte der Sektionsleiter vorerst nichts sagen - es werde aber in die Richtung der im Vorjahr verlautbarten Zahl von rund 30 Mio. Euro gehen.

 

Laut Bachinger wird es ein "faktisches Opt-In und Opt-Out und für wankelmütige Patienten ein Re-Opt-In" geben: Das bedeute, es brauche die Zustimmung des Betroffenen, ob er "dabei" sein wolle oder nicht. Allerdings müsse klar sein, dass ein "Nichtdabeisein" auch Nachteile mit sich bringen und eine Zwei-Klassen-Gesellschaft entstehen könnte, meinte Bachinger nach der Pressekonferenz gegenüber der APA.

 

Softwarepiraterie in Österreich im Sinkflug
 - In Österreich ist der Anteil unlizenzierter Software im Vorjahr um einen Prozentpunkt auf 25 Prozent zurückgegangen. Der Umsatzausfall machte 108 Mio. Euro aus - rund neun Mio. Euro weniger als 2006. Weltweit ist der Raubkopie-Anteil dagegen von 35 auf 38 Prozent angestiegen.

 

Der Umsatzausfall für die internationalen Hersteller kletterte um acht Mrd. auf 48 Mrd. US-Dollar (31 Mrd. Euro), so das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsinstituts IDC, die im Auftrag der Business Software Alliance (BSA) durchgeführt worden ist. Dafür ermitteln die Marktforscher die Zahl der verkauften Computer und schätzen den durchschnittlichen Softwarebedarf.

 

Nicht nur in Österreich sondern auch in vielen westlichen Staaten sei die Piraterierate 2007 leicht gesunken, heißt es. EU-weit verringerte sich der Anteil raubkopierter Software von 36 auf 35 Prozent, die Schadenssumme ging trotz der Erweiterung des Staatenbundes um Bulgarien und Rumänien von 8,8 auf 8,5 Mrd. Euro zurück. EU-weit hat Luxemburg die niedrigste Piraterierate (21 Prozent). Im internationalen Ranking liegt das Land hinter den USA (20 Prozent) auf dem zweiten Platz.

 

Die Erfahrungen der BSA würden zeigen, "dass es ein Patentrezept gibt, mit dem Softwarepiraterie bekämpft werden kann", sagte der BSA-Direktor für Zentral- und Osteuropa, Georg Herrnleben. Dieses umfasse unter anderem Aufklärungsarbeit, Maßnahmen der Regierungen, effektive Strafverfolgung und Legalisierungsprogramme. Mit Jahresende 2007 waren weltweit über eine Milliarde PCs im Einsatz, beinahe auf jedem zweiten wurden Raubkopien eingesetzt, erklärte IDC-Chief Research Officer, John Gantz.

 

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

 

- ANECON Software Design und Beratung GmbH www.anecon.com
- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com
- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc
- DIMOCO Direct Mobile Communications GmbH www.dimoco.at
- DMVÖ Dialog Marketing Verband Österreich www.dmvoe.at
- economyaustria economyaustria.at
- Gentics Software GmbH www.gentics.com
- Hewlett Packard www.hp.com/at
- IT Solution GmbH www.itsolution.at
- Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net
- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria
- NAVAX Consulting AG www.navax.at
- NextiraOne www.nextiraone.at
- SER Solutions Österreich GmbH www.ser.at
- Telekom Austria www.telekom.at
- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at
- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

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