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EBC-Newsletter #3/2014
Digitale Offensive: Investitionen in Breitband und F&E gefordert
APA-Fotoservice/Preiss - Im Bild v.l.n.r.: Martin Zandonella (WKO/FV UBIT), Manuel Aghamanoukjan (Gentics), Robert Sablatnig (TU Wien), Andreas Plamberger (PwC), Christian Kittl (evolaris) und Thomas Stern (Moderation, Braintrust)

Auch wenn noch ungewiss ist, wie viel Geld aus der „LTE-Auktion", die im Herbst 2013 knapp zwei Mrd. Euro einbrachte, an die Branche zurückfließt, ist der Wettbewerb um die Fördermillionen schon entbrannt. Am wichtigsten sind der vor allem auch auf dem Land unbestritten notwendige Breitbandausbau und Investitionen in Forschung und Entwicklung, erklärten Experten bei einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community in Wien.

 

Schnelles Internet gewinne sowohl bei Unternehmen als auch bei der Bevölkerung an Bedeutung. „Die Lebensadern des digitalen Zeitalters werden zur unverzichtbaren Infrastruktur auf Augenhöhe mit Strom und Wasser", gab sich Andreas Plamberger vom Beratungsunternehmen PwC Österreich überzeugt. Die analogen Ureinwohner würden langsam aussterben, die sogenannten „digital natives" ab 2020 das Kommando übernehmen. „Und die verlangen - auch aufgrund neuer Anwendungen - nach mehr Bandbreite", so der Manager.

 

Zwar liege Österreich bei leitungsgebundenen Anschlüssen insgesamt im OECD-Schnitt, Glasfaser bis zum Gebäude sei aber praktisch nicht existent. Außerdem gebe es massiven Nachholbedarf auf dem Land. „Dort ist die Rentabilität eines Breitbandausbaus für die Anbieter aber nur schwer darstellbar", sagte Plamberger. Gesamtwirtschaftlich könnten sich entsprechende Aktivitäten sehr wohl rechnen: „Ein Investment von 1,5 Mrd. Euro in Breitband würde 64.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen."

 

Gelder für Forschung statt Milliarden vergraben

Abseits der Infrastruktur müsste vor allem in Forschung und Ausbildung investiert werden. „Wir sollten nicht eine Milliarde Euro vergraben, sondern Teile für die wirtschaftsnahe und die Grundlagenforschung verwenden", erläuterte Robert Sablatnig von der Technischen Universität (TU) Wien. Außerdem müssten mehr Leute besser ausgebildet, innovative Projekte auf den Weg gebracht und die Hightech-Industrie ausgebaut werden. Hier gebe es innovative Entwicklungen beispielsweise im Bereich Smart Cities, Augmented bzw. Virtual Reality oder Ambient Assisted Technologies.

 

Für einen Fokus auf anwendungsorientierte Forschung plädierte Christian Kittl, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums evolaris: „Bei Patenten sind wir gut unterwegs. Die Umsetzung in der Wirtschaft hinkt allerdings hinterher." Aber erst dadurch entstünden profitable Geschäftsmodelle und der Nutzen für die Anwender, etwa durch das „Internet der Dinge". Er forderte zudem eine klare politische Zuständigkeit, beispielsweise durch ein prominenteres Positionieren wie in Deutschland als Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. „In jedem Ministerium ein eigener Ansprechpartner wird nicht funktionieren", so der Experte.

 

Bisherige Förderungen „Tropfen auf den heißen Stein"

„Es besteht enormer Nachholbedarf, und wir haben wenig Zeit. Wir brauchen beides: Infrastruktur und darauf aufbauend Anwendungen und Services", stimmte Martin Zandonella vom Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) zu. Große Probleme gebe es bei Versorgungsunterschieden zwischen Land und Stadt, die auch durch LTE nicht lösbar seien. „Aber selbst in Wien ist man von einer flächendeckenden Versorgung mit Hochleistungs-Internet weit entfernt", sagte Zandonella.

 

Eigentlich sollte über Investitionen in eine moderne Netz-Infrastruktur nicht mehr diskutiert werden müssen, gab sich Manuel Aghamanoukjan vom Softwarehersteller Gentics überzeugt: „Die muss die Grundlage sein. Aber da fehlt anscheinend noch das Bewusstsein." Jetzt gelte es neue Ideen zu fördern, die das Hochleistungs-Internet optimal nutzen. Innovative Tools auf Basis semantischer Technologien, intelligente Algorithmen und Visualisierungswerkzeuge könnten beispielsweise helfen, die in Zukunft verfügbaren großen Informationsmengen zu erfassen und effizient zu nutzen. Vor allem bei Klein- und Mittelunternehmen gebe es genug kreatives Potenzial, um innovative Services zu entwickeln.


Service:

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jQuery-Sonderkonditionen für EBC-Mitglieder
jQuery Europe 2014 Logo -

Die jQuery Europe Konferenz steht kurz vor der Türe. Diese findet vom 28. Februar bis 1. März 2014 in Wien statt. Das Palais Liechstenstein öffnet dazu wieder seine Pforten und begrüßt 16 international bekannte Sprecher, Web-Pioniere und Konferenzteilnehmer, die die neuesten Trends bei jQuery und JavaScript diskutieren werden.

 

Für EBC-Mitglieder gibt es eine Sonderaktion mit 25% auf das Konferenzticket.
Code: jquery-eu-25off-ebc / Tickets erhalten Sie hier.


Ebenfalls gibt es die Möglichkeit, am Vortag der Konferenz an einem Training teilzunehmen, das von Bocoup (bocoup.com) veranstaltet wird.


Weitere Informationen erhalten Sie auf www.gentics.com/jquery-europe.

Crowdfunding spielt noch keine große Rolle
APA - Kleininvestoren müssen überzeugt werden

In Österreich gibt es heftige Diskussionen um Crowdfunding, also das Einsammeln von kleinen Beträgen von zahlreichen Investoren zur Finanzierung eines Unternehmens. Viel Geld wird damit aber noch nicht umgesetzt. Darum geht es aber auch nur zum Teil. Sehr wichtig sind auch die Beteiligung der Investoren und ihre Bereitschaft zu hohem Risiko, das Banken nicht mehr übernehmen wollen.

 

Nur 1,2 Mio. Euro wurden im Vorjahr über Crowdfunding von Firmen in Österreich aufgenommen - die heimischen Banken geben monatlich das 5.000-Fache an Krediten, erinnerte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner bei einer Podiumsdiskussion in Wien. Für den Staat geht es darum, das Risiko für den Investor einzugrenzen. Das geschieht derzeit insbesondere über die Prospektpflicht, also eine ausführliche Informationspflicht bei Projekten ab 250.000 Euro.

 

Was das Thema Risiko betrifft, sieht Oliver Gajda, Mitbegründer des European Crowdfunding Network (ECN), keine großen Probleme. Menschen riskieren laufend den Verlust von Geld, und keiner schützt sie, ätzte er: Wenn sie Lotto spielen, aber auch wenn sie ein Handy kaufen und es ihnen dann herunterfällt und kaputt wird. Im Gegensatz dazu sei ein Investment die einzige Chance Geld zu verdienen - „und das regulieren sie stark". Offenbar solle die Chance Geld zu verdienen den Banken vorbehalten bleiben.

 

Dazu kommt ein anderer Faktor: Wer über Crowdfunding Geld gibt, ist Investor und mit dem Projekt persönlich verbunden. Theresa Steininger, die für das Projekt Wohnwagon von 100 Investoren 70.000 Euro eingesammelt hat, sieht eine große Stärke darin, dass „man in früher Phase Kontakt mit dem Markt hat. Ich sehe, ob der Funke überspringt". Und so kritische Fragen wie von diesen Kleininvestoren hätten die Bankberater nie gestellt. Denn man müsse jeden Einzelnen persönlich überzeugen, sein Geld herzugeben.

 

Die Prospektpflicht macht die Finanzierung von Projekten deutlich teurer. Die EU würde es erlauben, Investitionen bis zu 5 Mio. Euro von der Prospektpflicht zu befreien. So „mutig" sind aber nur Großbritannien und einige baltische Staaten, wie es Gajda formuliert. Österreich liegt mit seiner Grenze im Mittelfeld. EU-weit wurden im Vorjahr 735 Mio. Euro über Crowdfunding aufgenommen - in den USA waren es immerhin 1,2 Mrd. Euro.

M2M macht Linzer Bim energieeffizienter
Kapsch AG - Pilotprojekt von Linz Linien, Kapsch und Bombardier

Die Linzer Straßenbahnen kommunizieren künftig selbstständig mit ihrer Leitstelle. Dort werden die Vorgänge in der Bim analysiert, optimiert und so rund 10 Prozent Energie eingespart. Ein entsprechendes Pilotprojekt von Linz AG, Kapsch CarrierCom und Bombardier Transportation wurde kürzlich vorgestellt.

 

Das System basiert auf M2M-Kommunikation (machine to machine, Anm.). In der Straßenbahn werden 50 Parameter ohnehin bereits gemessen. Diese meldet die Bim künftig in Echtzeit an die Zentrale. Dort können beispielsweise Beschleunigungs- und Bremsvorgänge, die Temperatur, die Fahrgastbelegung etc. analysiert und verbessert werden, erklärte Wolfgang Leindecker von Kapsch. Fahrzeuge, die 2016/17 neu beschafft werden, müssen die entsprechenden Parameter laut Ausschreibung bereits zur Verfügung stellen.

 

Zu den Kosten gaben sich alle Seiten vage. Es handle sich um einige hundert Euro pro Straßenbahn und Monat, hieß es. Das Projekt rechne sich innerhalb eines Jahres und die Energieeinsparungen sowie die erwartete 10-prozentige Verschleiß-Reduzierung am Rad-Schienen-System würden die Kosten jedenfalls wettmachen.

Grenzüberschreitender Internet-Handel wächst rasant
APA/dpa - eBay und Amazon liegen vor Zalando

Der grenzübergreifende Online-Handel setzt sein enormes Wachstum fort. Bis 2020 werde sich das Volumen bei den Exporten in den sechs wichtigsten Märkten für den elektronischen Handel verfünffachen und auf 96 Mrd. Euro steigen, heißt es in einer Studie der Unternehmensberatung OC&C und Google.

 

Derzeit liege der Wert in Deutschland, den USA, Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich und Skandinavien bei 19 Mrd. Euro - dies entspreche acht Prozent des gesamten Online-Handels. Führende Internet-Händler sind der Studie zufolge unangefochten eBay und Amazon gefolgt vom Online-Modeversand Zalando. Für die Studie wurden 1.500 Händler aus sechs Ländern befragt.

E-Day 2014: "Grenzenloses unternehmen"
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Anregungen und Ideen für E-Business-Einsteiger, aber auch für versierte Unternehmer verspricht der E-Day der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Die kostenlose Veranstaltung findet heuer am 6. März im Haus der österreichischen Wirtschaft in Wien statt und steht unter dem Motto „Grenzenloses unternehmen".

 

Schwerpunkte sind neben „E-Business Innovationen" und neuen Entwicklungen im Bereich „E-Technologie" auch „E-Learning und Arbeit", „E-Trends und Politik" und „E-Praxis und Recht". Wer es nicht schafft, vor Ort dabei zu sein, kann sich die Livestreams der insgesamt mehr als 50 Vorträge, Diskussionen und Workshops auch im Web anschauen.

 

Service: Eine Programmübersicht findet sich auf http://www.eday.at/Programm. Die Anmeldung ist unter http://www.eday.at/Anmeldung möglich. Der Twitter-Hashtag lautet #eday14.

Ziel der E-Business-Community von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen Content und redaktionelles Outsourcing, ist es, im Rahmen monatlicher Treffen mit Präsentationen über Innovationen und Markttrends sowie Podiumsdiskussionen ein schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu schaffen.

 

Die Partner-Unternehmen der APA-E-Business-Community sind:

- A1 Telekom Austria AG www.a1.net

- CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte http://www.cms-rrh.com/

- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc

- Evolaris next level GmbH www.evolaris.net

- Gentics Software GmbH www.gentics.com

- Kapsch www.kapsch.net

- NAVAX Consulting GmbH www.navax.com/

- NextiraOne www.nextiraone.at 

- SAMSUNG www.samsung.at

- TU Wien www.tuwien.ac.at

- Werbeplanung.at www.werbeplanung.at

- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at 

- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at

- APA-MultiMedia multimedia.apa.at

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28. November 2014
Experten: Wie der Smart Citizen die Stadt der Zukunft mitgestalten kann